Amalgamersatz

You are here

Was ist Amalgam?

Seit vielen Jahren gibt es nun schon die Auseinandersetzung um den Füllungswerkstoff Amalgam. Silberamalgam, wie es richtig genannt wird, besteht zu etwa 50% aus Quecksilber, die andere Hälfte wird von den Schwermetallen Silber, Kupfer, Zinn und Zink beigesteuert.

Ist Amalgam wirklich gefährlich?

Nach dem heutigen Stand der wissenschaftlichen Diskussion gibt es wohl eindeutige Hinweise auf potentielle, von der metallurgischen Zusammensetzung des Amalgams ausgehende Gefahren. Jedoch fehlt noch der endgültige Beweis der Schädlichkeit, um das Amalgam aus dem Verkehr ziehen zu können. Somit wird es wohl noch lange Zeit in "aller Munde" bleiben: Etwa 80% der europäischen Bevölkerung haben amalgamgefüllte Zähne. Im Einklang mit dem alten ärztlichen Grundsatz "Primum Nil Nocere" (Vor allem nicht schaden) ist unsere Praxis eine "amalgamfreie Zone". Deswegen beschäftigen wir uns intensiv mit der korrekten Entfernung dieses Materials und mit den geeigneten Werkstoffen, die es ersetzen können.

Wie entfernt man Amalgam?

Die Entfernung alter Amalgamfüllungen verdient besondere Aufmerksamkeit. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Quecksilberbelastung des Patienten unmittelbar nach dem Herausbohren des Amalgams stark ansteigt. Dafür verantwortlich ist das vom Bohrer pulverisierte Metall, das im Munde des Patienten verbleibt und verschluckt wird. Außerdem können sich gefährliche Quecksilberdämpfe bilden, wenn beim Bohren nicht genügend gekühlt wird. Aus diesem Grund werden in unserer Praxis routinemässig folgende Schutzvorkehrungen gebraucht:

Vor der Amalgamentfernung wird um die zu behandelnden Zähne eine undurchlässige Folie (Kofferdam) gelegt. Dadurch wird das Arbeitsfeld hermetisch von der Mundhöhle isoliert.

Eine gute Alternative ist das innovative Clean-up-System aus Schweden. Eine flexible Kunststoffkappe umschließt den Zahn von vier Seiten und ist mit einem leistungsfähigen Sauger verbunden. Feste Amalgampartikel und Gase werden so rückstandsfrei abgesaugt.

Alternativen zum Amalgam

Nach der schonenden Entfernung des Amalgams stellt sich natürlich die Frage, mit welchem biologisch unbedenklichen Füllungswerkstoff es dauerhaft ersetzt werden könnte. Je nach Indikation empfehlen wir:

  • Für Frontzähne und kleine Seitenzahnfüllungen: Komposit-Füllungen
  • Für große Seitenzahndefekte: Keramik-Inlays
  • Weitere ausführliche Informationen zu den aufgezeigten Behandlungsmöglichkeiten finden Sie im Bereich Kronen